Geändert am
:
27.10.2026 14:51
Lesezeit
:
FiFo einfach erklärt: First In, First Out im Überblick
Inhalte:
Ältere Ware zuerst entnehmen, Bestände übersichtlich halten und unnötige Wertverluste vermeiden: Genau dabei hilft das FiFo-Prinzip. Die Abkürzung steht für „First In, First Out“ – was zuerst eingelagert wird, verlässt das Lager auch zuerst.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie FiFo praktisch umsetzen, welche Regalsysteme den Warenfluss unterstützen und warum Lagerrotation und bilanzielle Bewertung zwei unterschiedliche Themen sind.
Was ist das FiFo-Prinzip?
FiFo steht für „First In, First Out“: Die Ware, die zuerst ins Lager kommt, verlässt es auch zuerst wieder. Das Prinzip kennen Sie vom Milchregal im Supermarkt. Neue Packungen wandern nach hinten, ältere werden vorne entnommen. So bleiben Ihre Bestände frisch, und nichts verfällt unbemerkt im Regal.
FiFo in der Lagerlogistik
Mit FiFo bleiben Ihre Bestände in Bewegung und Waren liegen nicht länger als nötig im Lager. Gerade bei Lebensmitteln, Medikamenten und Chemikalien hilft die richtige Reihenfolge, Haltbarkeiten im Blick zu behalten und Verluste zu vermeiden. Auch bei Technik und Mode ist das sinnvoll, weil Produkte schnell an Wert verlieren können.
Regaltechnik, die FiFo erleichtert
Klare Warenkennzeichnungen und festgelegte Ein- und Auslagerungswege sind die Grundlage. Besonders praktisch sind Regale mit getrennter Beschickungs- und Entnahmeseite. Je nach Lagergut kommen unterschiedliche Lösungen infrage:
- Paletten-Durchlaufregal: Paletten bewegen sich auf geneigten Rollenbahnen zur Entnahmeseite – die zuerst eingelagerte Palette wird zuerst entnommen.
- Paletten-Durchschubregal: Dieses System arbeitet üblicherweise nach LiFo und ist daher keine typische FiFo-Lösung.
- Stückgut-Durchlaufregal: Behälter oder Kartons rücken zur Entnahmeseite nach und erleichtern FiFo beim Kommissionieren.
- Automatisches Kleinteilelager: Mit passenden Lagerstrategien und einer Lagerverwaltungssoftware kann die Entnahmereihenfolge nach FiFo gesteuert werden.
Ihre Vorteile mit FiFo
- Weniger Wertverlust durch zu lange Lagerung oder Veralten
- Bessere Warenrotation, weniger abgelaufene Produkte und vermeidbare Retouren
- Klare Warenbewegungen und bessere Übersicht über Ihre Bestände
Was Sie bei FiFo beachten sollten
- Bei beidseitig zugänglichen Regalen kann zusätzlicher Platz für Verkehrswege nötig sein
- Dynamische Regalsysteme können höhere Anschaffungskosten verursachen
FiFo in der Praxis einführen
1
Bestand analysieren: Welche Warengruppen benötigen FiFo zwingend, etwa weil sie verderben oder an Wert verlieren?
2
Regaltechnik wählen: Stimmen Sie das System auf Ihre Ladungsträger und Gewichte ab.
3
Prozesse und Kennzeichnung festlegen: Definieren Sie eindeutige Ein- und Auslagerungswege und kennzeichnen Sie Chargen oder Daten.
4
Digital unterstützen: Lagerverwaltungssoftware, Barcodes oder RFID erleichtern die Chargen- und Bestandskontrolle. Die FiFo-Reihenfolge muss dafür passend eingerichtet und im Alltag eingehalten werden.
FiFo, LiFo und FeFo im Vergleich
Die drei Verfahren unterscheiden sich darin, welche Ware das Lager zuerst verlässt.
| Verfahren | Was zuerst ausgelagert wird | Geeignet für |
| FiFo (First In, First Out) | Die zuerst eingelagerte Ware | Verderbliche Waren, Technik, Mode |
| LiFo (Last In, First Out) | Die zuletzt eingelagerte Ware | Unempfindliche Schüttgüter wie Sand oder Kohle |
| FeFo (First Expired, First Out) | Die Ware mit dem frühesten Mindesthaltbarkeitsdatum | Lebensmittel, Medikamente, Kosmetik |
Häufige Fragen zum FiFo-Prinzip
Was ist das FiFo-Prinzip einfach erklärt?
Die zuerst eingelagerte Ware wird auch zuerst entnommen und verkauft. Das funktioniert wie im Supermarktregal, wo ältere Produkte vorne stehen, damit sie vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verkauft werden.
Wo wird das FiFo-Verfahren angewendet?
Vor allem bei verderblichen Gütern wie Lebensmitteln, Medikamenten oder Kosmetik sowie bei Produkten, die technisch schnell veralten.
Was ist der Unterschied zwischen FiFo und LiFo?
Bei FiFo verlässt die älteste Ware zuerst das Lager, bei LiFo die zuletzt eingelagerte. LiFo eignet sich vor allem für unempfindliche Massengüter.
Welche Nachteile hat FiFo?
Für spezielle FiFo-Regalsysteme können zusätzliche Investitionen und Verkehrsflächen nötig sein. Die Warenrotation lässt sich je nach Lager auch mit klaren Prozessen und Kennzeichnung organisieren.
Fazit
Mit FiFo vermeiden Sie unnötig lange Lagerzeiten und schaffen transparente Warenbewegungen. Entscheidend sind eindeutige Kennzeichnungen, klare Entnahmeregeln und – je nach Ware – geeignete Durchlaufregale oder Software. Die bilanzielle Bewertung ist davon getrennt zu betrachten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kanzlei einrichten: Möbel und Ausstattung im Überblick
Der erste Eindruck zählt – besonders dort, wo Vertrauen die Grundlage der Zusammenarbeit ist. Wer eine Kanzlei einrichten möchte, sollte Funktionalität, Dis...
Beitrag lesen Lärmschutz in Lagerhallen: Grenzwerte, Pflichten und Lösungen
Gabelstapler, Förderanlagen und Verpackungsmaschinen gehören zum Lageralltag – und verursachen häufig Lärm. Das erschwert die Verständigung, kann die Konzen...
Beitrag lesen FiFo einfach erklärt: First In, First Out im Überblick
Ältere Ware zuerst entnehmen, Bestände übersichtlich halten und unnötige Wertverluste vermeiden: Genau dabei hilft das FiFo-Prinzip. Die Abkürzung steht für...
Beitrag lesen
Der erste Eindruck zählt – besonders dort, wo Vertrauen die Grundlage der Zusammenarbeit ist. Wer eine Kanzlei einrichten möchte, sollte Funktionalität, Dis...
Beitrag lesen Lärmschutz in Lagerhallen: Grenzwerte, Pflichten und Lösungen
Gabelstapler, Förderanlagen und Verpackungsmaschinen gehören zum Lageralltag – und verursachen häufig Lärm. Das erschwert die Verständigung, kann die Konzen...
Beitrag lesen FiFo einfach erklärt: First In, First Out im Überblick
Ältere Ware zuerst entnehmen, Bestände übersichtlich halten und unnötige Wertverluste vermeiden: Genau dabei hilft das FiFo-Prinzip. Die Abkürzung steht für...
Beitrag lesen